Letzte Aktualisierung:  10.10.2011

BuiltWithNOF

Erstellt von:             W.Zimmermann

Was sind Gruppen?

“Gib Worte Deinem Schmerz. / Gram, der nicht spricht

preßt das belad’ne Herz / bis daß es bricht.”   

( Shakespeare )

Was geschieht in den Gruppen?

Durch das Leid hindurch, nicht am Leid vorbei, führt der Weg in neues Leben. In den Gruppen finden die Trauernden nach dem Tod des Kindes den schützenden Raum, in dem dieses Leid zugelassen werden darf -  ohne Angst vor Bewertung oder gar Verurteilung, ohne Angst vor vordergründiger Vertröstung in Form oft gut gemeinter aber verletzender Ratschläge. Hier darf erinnert werden – immer wieder, bis der Schmerz der Erinnerung sich wandelt in einen kostbaren Schatz, der das Fundament für das Experiment Zukunft wird.

Aus mitgeteilter Trauergeschichte wachsen verwaiste Eltern so in geteilte Lebensgeschichte hinein.

Trauer ist keine Krankheit, kann aber krank machen – zumal in unserer leistungsorientierten Gesellschaft, die wenig Raum lässt für den, der nicht funktioniert. Nicht gelebte Trauer ist oft genug der Auslöser für unzählige psychosomatische und körperliche Erkrankungen.

Inzwischen gibt es ca. 400 lokale Gruppen, die sich jeweils vor Ort aus dem Bedürfnis der Trauernden heraus gründeten.

 

    Gruppenregeln

    Willkommen in unserer Gruppe

    Die offene, begleitete Selbsthilfegruppe ist jederzeit für neue, von der Trauer um den Verlust eines Kindes betroffene Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugänglich (nach telefonischer Anmeldung). Dadurch ergibt sich eine wechselnde Zusammensetzung der Gruppe. Es entsteht aber auch eine bleibende Gemeinschaft, die gerade durch die regelmäßige Teilnahme an der Gruppe wächst. (Um entscheiden zu können, ob die Gruppe für Sie die Hilfe bringen kann, die Sie brauchen, empfehlen wir den Besuch von mindestens 3 Gruppenabenden.)

    Folgende Empfehlungen sind Grundlage unserer Gruppenarbeit:

    - Wir akzeptieren uns gegenseitig in unserer Trauer und mit unseren wechselnden Gefühlen.

    - Wir haben ein Recht auf unsere Gefühle und dürfen diese hier zeigen, wie unterschiedlich sie auch immer sein mögen.

    - Wir hören einander zu und bewerten Gehörtes nicht nach gut oder schlecht oder nach richtig und falsch, denn es gibt nur ein individuelles, subjektives Erleben und Fühlen, das unantastbar ist und nicht interpretiert werden soll.

    - Wir lassen einander ausreden, achten aber auch darauf, daß alle in angemessener Weise zu Wort kommen können.

    - Wir versuchen füreinander dazusein, uns selbst und den oder die andere zu verstehen.

    Dabei leiten uns Achtung und Respekt vor der Einzigartigkeit eines jeden von uns. Wir bemühen uns, seine Leiderfahrung vor dem Hintergrund seiner Lebensgeschichte und unter Berücksichtigung seiner jetzigen Situation zu verstehen.

    - Wenn wir Einstellung oder Äußerungen einmal nicht verstehen können, dann hat der andere dennoch unsere Akzeptanz und erfährt Toleranz.

    - Verschiedene Generationen (ältere Eltern / junge Familien) und unterschiedliche Familiensituationen (einziges Kind / mehrere Kinder) sind keine Probleme, sondern Unterschiede, denn auch dadurch haben wir die einmalige Gelegenheit, voneinander zu lernen und genau hinzuhören. Jeder einzelne hat seine Bedeutung und ist mit seiner Persönlichkeit eine Bereicherung für die Gruppe und hat Anspruch darauf, sich so verhalten zu dürfen, wie es seinem Wesen entspricht.

    - Wir bewahren Stillschweigen gegenüber Nichtgruppenmitgliedern in Bezug auf alle in der Gruppe angesprochenen Personen und Inhalte.

    - Die offene Gruppe wird nach einiger Zeit zu einer geschlossenen Gruppe (Kriterium: Anzahl und Kontinuität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer), die dann keine neuen Mitglieder mehr aufnimmt. Dabei kann ein Wechsel der Begleitperson notwendig sein.

    Wir wünschen Ihnen, daß Sie sich in Ihrer Trauer bei uns aufgehoben und verstanden fühlen.

 

Anregungen und Hinweise senden Sie bitte an: webmaster@veisth.de

[Willkommen] [Über uns] [Gedenkseiten] [Was sind Gruppen?] [Verwaiste Eltern?] [Termine] [Hilfen] [Für Angehörige] [Für Ersthelfer] [Gedichte+Texte] [Literaturtips] [Kontakt] [Links] [Presse] [Gästebuch] [Fotos]