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15 Punkte, die helfen können, mit der Trauer zu leben! Aber vergiss nie: So tief die Trauer auch sein mag, du bist nicht allein. Andere haben dasselbe auch erlebt und werden dir helfen, deine Last zu tragen, wenn du es erlaubtst. Verweigere dich nicht! Lehne das Angebot nicht ab; es gehört immer Mut dazu, Hilfe anzunehmen: Aber es gibt Hilfe auch für dich!!!
1. Akzeptiere die Trauer!
Lasse dich von deinen Wellen tragen. Versuche nicht, „gefasst“ zu sein. Nimm dir die Zeit zu weinen. Dies gilt gerade für Männer: Auch starke Männer dürfen weinen!
2. Rede über deinen Verlust!
Teile deine Trauer innerhalb deiner Familie mit: Versuche nicht, andere durch Schweigen zu schützen. Suche dir einen Freund mit dem du sprechen kannst, jemanden, der zuhören kann und nicht gleich Urteile fällt; wenn möglich jemanden, der ähnliches erlebt hat. Und rede viel. Falls ein Freund dir sagt, „reiss dich zusammen!“, suche dir einen anderen Freund!
3. Beschäftige dich!
Erledige eine sinnvolle Arbeit, die deine Gedanken in Anspruch nimmt. Vermeide jedoch hektische Aktivitäten
4. Sei gut zu dir selber!
Trauern kann deiner Gesundheit schaden. In diesem Augenblick ist dir das vielleicht egal; dies wird sich aber ändern. Du bist wichtig –dein Leben ist wichtig- kümmere dich darum!
5. Ernähre dich richtig!
In dieser Zeit der emotionalen und physischen Erschöpfung braucht dein Körper mehr als je zuvor eine ordentliche Ernährung. Falls du nur wenig essen kannst, solltest du an Vitamine denken, auch wenn das kein Ersatz für eine komplette gesunde Ernährung ist.
6. Mache regelmäßige Körperübungen!
Kehre zu deinem alten Programm zurück oder beginne ein neues. Eine Depression kann durch Körperübung gemildert werden, die biochemische Veränderungen hervorrufen Du wirst besser schlafen. Eine Stunde Spazierengehen täglich ist das Ideale für viele Menschen.
7. Versuche, angemessen mit deinen Schuldgefühle umzugehen!
Du hast sicherlich das Beste getan, was du konntest. Auch wenn du Fehler gemacht hast, solltest du lernen, sie zu akzeptieren; wir alle machen Fehler. Nur im Nachhinein kann man alles besser machen. Falls du überzeugt bist, dass du wirklich Schuld hast, solltest du vielleicht den Rat eines Psychologen oder eines Seelsorgers einholen und deren Hilfe in Anspruch nehmen. Es ist wichtig, dass du dir selbst vergeben kannst oder Vergebung findest.
8. Akzeptiere dein Verständnis von Tod!
Du hast dich wahrscheinlich gefragt „Warum?“ und hast begonnen zu verstehen, dass du nie eine annehmbare Antwort darauf bekommen wirst. Aber vielleicht hast du einen Ansatz zur Beantwortung der Sinnfrage gefunden. Verwende diesen Ansatz, dieses Verständnis. „Lebe deine Fragen (mit allem anderen bist du überfordert), dann wirst du vielleicht eines Tages in die Antwort hineinwachsen“ (Rilke).
9. Schließe dich einer Gruppe von Trauernden an!
Der Kreis von alten Bekannten und Freunden wird sich ändern. Auch wenn dies nicht geschehen sollte, brauchst du neue Freunde, die eine ähnliche Erfahrung gemacht haben. Trauernde Menschen kommen in Selbsthilfegruppen zusammen, um Freundschaften zu pflegen und um sich gegenseitig mitzuteilen, Verständnis zu finden, sich zu unterstützen.
10. Behalte Kontakt zu den alten Freunden!
Dies kann schwierig sein. Manche werden in Verlegenheit geraten bei deiner Anwesenheit, aber das wird vorüber gehen. Und wenn es dir gelingt, sprich mit ihnen und gib dich ganz natürlich, ohne das Thema deines Verlustes auszuklammern.
11. Verschiebe wichtige Entscheidungen!
Warte, bevor du dich z.B. entschließt, dein Haus zu verkaufen oder deine Arbeitsstelle zu wechseln.
12. Führe ein Tagebuch, wenn du gerne schreibst!
Dadurch lernst du, deine Emotionen auszudrücken und kannst Veränderungen und deinen eigenen „Fortschritt“ beobachten.
13. Verwandle deine Trauer in kreative Energie!
Wenn du anderen hilfst, ihre Last zu tragen, wird deine eigene leichter. Falls du schreiben kannst, setze diese Möglichkeit ein. Große Literatur ist geschrieben worden nach tiefen Verlusterlebnissen und Leid
14. Nutze deine Kirchenzugehörigkeiten, wenn du eine hast!
Wenn du bisher inaktiv warst, könnte dies die Zeit sein, eine neue Aktivität zu entwickeln. Die Bibel sagt viel aus über Trauern. Auch alte Kirchenlieder und Psalmen sind tröstlich und können ihre „therapeutische“, heilsame Wirkung in der Trauerarbeit entfalten. Nach und nach wirst du entdecken, dass du zwar wütend auf Gott bist, sich aber deine Gefühle verändern.
15. Suche dir gegebenenfalls fachlichen Beistand!
Manchmal genügen schon einige Sitzungen mit einem erfahrenen Berater, einem Psychologen, Therapeuten oder Trauerbegleiter, um Hilfe zu erfahren, um wieder ein Stück weit zu „überleben“.
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