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Was Kinder brauchen, um rechtzeitig mit dem Tode Leben zu lernen Kinder müssen Gelegenheit bekommen, zu lernen, wie man trauert Unterstütze Deine Kinder bei der Rückerinnerung. Erlaube ihnen, daß sie sich von den Gefühlen, die diese Erinnerungen bei ihnen auslösen, berühren lassen. Gib ihnen die Möglichkeit, sich mit tatsächlichen oder vermeintlichen Schuldgefühlen herumzuschlagen. – Laß sie verstehen, was Trauer auch bedeutet: Nämlich, daß Gefühle, die einem verstorbenen Tier oder Menschen gegenüber empfunden werden, sich allmählich auflösen und neuen Beziehungen weichen. Kinder müssen die Möglichkeit bekommen, über die kleineren Verluste in ihrem Leben zu trauen Ermögliche ihnen z.B. über den Verlust eines Tieres zu trauern. Dann werden sie eines Tages auch besser in der Lage sein, mit dem größeren, sie stärker berührenden Verlust eines Menschen umzugehen. Kinder müssen über Todesfälle in ihre Umgebung informiert werden Wenn Du sie nicht über einen Todesfall informierst, nehmen sie nur die Aufregung der Erwachsenen wahr. Sie suchen dann nach Erklärungen für dieses unverständliche Verhalten und geben sich womöglich selbst die Schuld daran. Kinder müssen lernen, die Endgültigkeit des Todes zu begreifen Benutze keine mißverständlichen Umschreibungen des Todes, wie: „Sie ist von uns gegangen“ oder „Er ist eingeschlafen“. Weil Kinder noch Schwierigkeiten mit dem abstrakten Denken haben, könnten sie solche Aussagen leicht wörtlich nehmen. – Wenn Du an ein Leben nach dem Tode glaubst und dies Deinen Kindern vermitteln möchtest, ist es dennoch wichtig zu betonen, daß sie den verstorbenen Menschen oder das verstorbene Tier auf Erden nicht wiedersehen werden. Kinder müssen die Möglichkeiten bekommen, sich von Verstorbenen zu verabschieden Erlaube ihnen, einen Toten noch einmal zu sehen und/oder an der Beerdigung teilzunehmen (wenn auch vielleicht nur für wenige Minuten). Kein Kind ist für die Teilnahme an solchen Ritualen zu jung! Kinder müssen genügend Gelegenheit bekommen, ihre Gefühle über einen Verlust durchzuarbeiten Hilf ihnen dabei, ihre Eindrücke und Gefühle angesichts des Todes zu verarbeiten: Ermutige sie, hierüber zu sprechen, es im Spiel auszudrücken, Bücher darüber zu lesen oder auch künstlerische Ausdrucksformen zu wählen (z.B. zu malen, Gedichte zu schreiben u.ä.) Kinder benötigen die Sicherheit, daß Erwachsene gut genug auf sich selbst achten, um für sie lange genug am Leben zu bleiben Gib ihnen die Sicherheit daß die Erwachsenen voraussichtlich nicht sterben werden, bevor ihre Kinder selbst erwachsen sind. Laß sie aber auch wissen, daß jeder Mensch eines Tages stirbt. Kinder müssen wissen, daß bisweilen auch schon Kinder sterben Laß sie aber wissen, daß Kinder nur dann sterben, wenn sie ganz schwer erkrankt sind oder einen schlimmen Unfall erlitten haben. Laß sie wissen, daß die weitaus meisten heranwachsen und bis ins hohe Alter leben. Kinder müssen ermuntert werden, ihre Gefühle zu zeigen Zensiere ihre Gefühle nicht! Erlaube ihnen, zu weinen, wütend zu sein oder auch zu lachen. Zeige Anteilnahme für ihre Gefühle; sage z.B.: „Ich sehe, Du bist traurig. Du vermisst Großmutter. Möchtest Du mit mir darüber sprechen?“ Kinder brauchen das sichere Gefühl, daß ihre Fragen ehrlich beantwortet werden Gib ihnen die Gewißheit, daß Du ihren Fragen nicht ausweichst und daß du ihnen verständliche Antworten geben wirst. Laß den Anstoß zu solchen Fragen vom Kind ausgehen und beantworte nur solche Fragen, die das Kind auch wirklich gestellt hat. |
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