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Ich nehme dich so an wie du bist.... Wichtig ist es, daß wir dem anderen zeigen, daß wir ihn so annehmen, wie er ist: in seiner Verzweiflung, in seinem Schmerz, in seiner Wut – in all seinen Gefühlen. Der andere darf trauern, wie es ihm entspricht. Vielleicht verdrängt er, vielleicht weint oder wütet er. Es ist sein Weg, und wir begleiten ihn. Manchen Menschen tut es gut, dieses Angenommensein nicht nur durch Worte zu erfahren, sondern auch durch körperliche Nähe, indem wir sie in den Arm nehmen, sie halten, ihre Hand berühren, ihre Tränen abwischen. Spüren Sie, was für sie und den anderen stimmt. Wenn sie unsicher sind, ist es besser, auch dies auszusprechen und zu fragen, als sich hinter „klugen Sätzen“ zu verstecken. So z.B.: „Ich bin so unsicher, am liebsten würde ich dich in den Arm nehmen, aber ich weiß gar nicht, wie das für dich ist...“. |
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Miteinander teilen.... Häufig tut es dem Trauernden gut, vom Verstorbenen, von gemeinsamen Erinnerungen zu sprechen oder Fotos anzuschauen, mal unter Tränen und Schmerz, mal mit Lachen und Dankbarkeit. Vielleicht ist es gut, sich immer wieder daran zu erinnern, daß wir den anderen auf seinem Weg begleiten, denn wir erfahren, daß der Trauernde wenig von uns aufnehmen und teilnehmen kann. Er ist so intensiv mit dem Eigenen beschäftigt, daß da kein Raum bleibt. Für den Trauernden ist das Erfahren von Freundschaft jetzt besonders bedeutsam. Wenn zum Beispiel der Partner oder die Partnerin gestorben ist, können Freunde zunächst die einzige Anbindung an das Leben sein. Freund sein, das bedeutet ein naher, verständnisvoller und zugewandter Mensch sein. Das kann ein Familienangehöriger, ein vielleicht noch gar nicht lang gekannter Mensch oder auch tatsächlich ein langjähriger Freund sein. Auch hier ist es wichtig, zu erspüren, wen der Trauernde in seinem Herzen wählt, und unter Umständen einen zweiten oder dritten Platz ohne Groll einzunehmen, wenn wir sehen, das wir nicht der oder die „Auserwählte“ sind. Für den Trauernden kann das Gefühl: „Ich bin für andere noch wichtig“, helfen, Sinnhaftigkeit zu empfinden, einen Sinn, wo zunächst einmal aller Sinn verloren scheint. |
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Vom Unterschied Für den, der nicht so sehr von dem Verlust betroffen ist verblasst das Geschehen häufig nach einigen Monaten. Anders aber für den, der einen geliebten Menschen verloren hat. Die Trauer kommt nach Zeiten der Beruhigung oft mit unverminderter Heftigkeit oder sogar noch stärker hervor. Es ist manchmal für den Helfer schwer zu verstehen, daß die schmerzhaften und traurigen Gefühle über lange Zeit erst einmal zunehmen können. Da geraten wir schnell an unsere Grenzen, da unser Zeitmaß des Erlebens ja ein ganz anderes ist. Auch der 2.,3.,4. Todestag oder Geburtstag sind schwere Tage, in denen die Trauer mit großer Stärke wieder aufbrechen kann. Wenn wir das mitbedenken, können wir dem Trauernden in diesen schweren Tagen begleiten, vielleicht durch einen Brief, einen Anruf oder ein Gespräch. Die Begleitung von trauernden Menschen ist nicht immer leicht, wir brauchen viel Geduld. Wir müssen uns zurücknehmen, und manchmal scheint es uns, als ob die Trauer nicht enden will. Da ist es gut, mit sich selbst ehrlich zu sein und auch eigene Grenzen anzuerkennen. Auf der anderen Seite lernen wir als Begleiter sehr viel. Wir haben die Chance zu wachsen und zu reifen und erfahren durch unser Tun Sinn. |
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